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Verdrängt durch die Alleskönner

Smartphones sind mittlerweile aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Nicht nur hinsichtlich der Telekommunikation, sondern auch in vielen anderen Bereichen haben Smartphones Technologien verdrängt, die teils über Jahrhunderte genutzt wurden.

Festnetz ade!
Beim Telefonieren und Texten macht dem Smartphone keiner mehr was vor. Auch, wenn viele Haushalte noch über einen Festnetzanschluss verfügen, so geht die Nutzung zurück. Dagegen lässt sich ein klarer Anstieg der Smartphonebesitzer und -nutzer feststellen.  So geht aus einer Erhebung des statistischen Bundesamtes hervor, dass fast 80% der Bevölkerung ein Smartphone besitzen. Besonders durch mobile Instant-Messaging-Dienste wie Whatsapp, iMessage oder Telegram hat sich die Kommunikation stark verändert. Niemand muss sich mehr auf 160 Zeichen beschränken, sondern kann so viel tippen wie er oder sie möchte. Aber auch Bilder, Videos, GIFs und alle möglichen Dokumente lassen sich mit einem Klick versenden.

Tik Tak
Schon vor dem ersten Weltkrieg trugen Damen dekorative Armbanduhren und für die Herren gab es schmucke Taschenuhren. Im Laufe der Jahre verschwanden diese Klassiker jedoch immer mehr. Generell setze sich aber das praktische Accessoire am Handgelenk im 20. Jahrhundert durch. Doch jetzt dreht keiner mehr an der Uhr. Denn die stellt sich ganz von ganz allein und ist digital, verbaut in unseren Smartphones und Smartwatches. Diese zeigen aber nicht mehr nur, welches Stündchen geschlagen hat, sondern zählen selbstverständlich auch noch unsere Schritte und überbringen uns gerne Nachrichten.

Was war da nochmal?
Einen sperrigen Kalender mit sich herumzutragen oder alle Geburtstage auswendig zu wissen, wer macht das noch? Sicherlich gibt es da noch den ein oder anderen, der die Liebe zum Papier aufrechterhält, doch sind wir mal ehrlich, der digitale Kalender ist schon ganz schön praktisch. Denn er endet nicht mit dem aktuellen Jahr, Änderungen sind fix gemacht, Termine lassen sich teilen, beim Suchen nach etwas bestimmten, wird man schneller fündig und in die Hosentasche passt er auch noch. Was will man also mehr? Eventuell mehr Fokus, mehr Erfolg, mehr Zufriedenheit – das versprechen zumindest viele analoge Lifestyle Kalender, die gerade stark boomen. Vielleicht entscheidet man sich dann einfach für beides.

Da klimpert nichts mehr
Nicht erst seit Apple und Google Pay ist das bargeldlose Bezahlen einfach wie nie. Einmal das Smartphone an das Terminal an der Kasse gehalten und schon wandern die virtuellen Münzen und Scheinchen zum neuen Besitzer. In Deutschland gibt es mittlerweile rund 820 000 Terminals, die die Bezahlung per Smartphone ermöglichen. Dennoch nutzen nach Angaben der Bundesbank erst sieben Prozent diese Funktion. Andere Online-Bezahldienste wie PayPal oder Amazon Pay werden dahingegen häufiger verwendet und sind zu gängigen Bezahlarten im Onlinehandel geworden.

Knipsen, knipsen, knipsen
Gerade wenn Smartphonenutzer auf der Suche nach einem neuen Modell sind spielt besonders die Kamera des Gerätes eine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Derweil ist es noch gar nicht lange her, dass Digitalkameras den Markt eroberten. Doch das Smartphone hat die Digicam einfach überholt. Viele Modelle bieten nämlich ausgereiftere Technologien und vielfältigere Funktion, um Bilder zu erstellen und zu bearbeiten.

Mein Smartphone zeigt mir den Weg
Egal, wo es uns hin verschlägt, das Smartphone ist sowieso dabei. Warum soll es uns dann nicht helfen den Weg zu finden? Denn sich eine Route zu merken oder gar Passanten, um ihre Hilfe bei der Zielsuche zu bitten ist so 2000. Das zeigt sich auch deutlich bei den Verkäufen von Navigationsgeräten. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz bei TomTom, einem der größten Hersteller von Navigationsgeräten, um neun Prozent auf 903 Millionen Euro. Damit wird deutlich, welche Ausmaße die bevorzugte Nutzung von Google Maps und ähnlichen Navigationsapps mit sich bringt.

Rechenmaschine
Bevor es die ersten elektronischen Taschenrechner gab, nutze man Rechenschieber. Doch diese waren schnell Geschichte, als in den 70er Jahren die ersten elektronischen, tatsächlich handflächengroßen Taschenrechner in den Verkauf gingen. Die New York Times beschrieb das neue Gerät sogar als „heißeste Sache seit dem Transistor“. Ein ähnlich großer Schritt war der zum Smartphone. Von einfachen Additionsaufgaben bis hin zu komplexeren Rechnungen meistern die meisten Smartphones heute jede Funktion, die auch ein Taschenrechner bewältigt hätte.

MP3-Player sind jetzt nostalgisch
Was waren das für Zeiten, als wir mit unseren Walkmans und MP3-Playern durch die Straßen der Welt schlenderten und die Musik hörten, die wir sorgfältig und meist stundenlang auswählt hatten. Heute ermöglichen Musikstreaming-Dienste wie Spotify und Deezer selbst von unterwegs den Zugriff auf unendlich viele Audiodateien – bequem vom Smartphone aus. Kein Wunder, dass die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Konsumelektronik in diesem Jahr gerade einmal von einer halben Million verkauften MP3-Playern ausgeht.

Diese Liste lässt sich vermutlich noch lange fortsetzen, denn Mobiltelefonhersteller tüfteln immer weiter an neuen Funktionen für die kleinen Alleskönner – Solange bis sie sich womöglich auch in die Liste der überholten Technologien einreihen.